Was sind Faszien???

Hast du dir darüber schon einmal Gedanken gemacht?

Faszien

 = verkanntes Bindegewebe

 

- verbindet Alles mit Allem 

- durchzieht den ganzen Körper 

- hat eine ordnende Struktur

 

Die verbindende Funktion der Faszien bezieht sich auf Kapseln mit Bändern und Muskeln, mit Knochen mittels Sehnen. Faszien gleichen einem:

 „G a n z k ö r p e r n e t z w e r k“       (sehr passende Umschreibung...finde ich)

Das „Ganzkörpernetzwerk“ geben den Muskeln und damit auch dem Körper Form und Stabilität. Faszien lassen Druckdehnungen und Zugdehnungen zu, sie dienen ebenfalls als Puffer und Dämpfer, sie dienen der Einbettung und Aufhängung der inneren Organe (halten erforderliche Spannungen aufrecht). Spätestens an dieser Stelle des Lesens merkst Du, dass Faszien S E H R wichtig sind.

 

Beispiel:

 

falls die Spannungen/Faszien an den Organen zu locker sind, bleiben die Organe nicht am „Platz“, falls die Spannungen zu fest sind, ist eine eingeschränkte Organmobilität vorhanden

Sorry für die saloppe Ausdrucksweise, ich möchte dies nur an der Stelle verdeutlichen…

Die Faszien grenzen einzelnen Muskel/ Stränge voneinander ab, damit sie sich nicht gegenseitig behindern (im Falle einer Kontraktion).

 

Faszien müssen „beweglich“/ dehnbar bleiben.

 

Die Qualität der Beschaffenheit einer Faszie hängt im Wesentlichen ab, von:

  •  Der täglichen Nutzung!!

Bei „Bewegungsmangel“= zu wenig Nutzung oder auch "falscher" Nutzung (sprich: Fehlbelastungen), schwindet die Elastizität, Faszien verkleben.

 

Verklebte Faszien halten einen Muskelstrang/ Körperteil in einer Position fest (da keine Dehnung mehr möglich ist), dies führt zu Schmerzen/ Verspannungen. Der Schmerz von Verspannungen kann sehr heftig sein und extreme Reaktionen bei deinem Pferd hervor rufen.

 

  

Ein Nebeneffekt der Equikinetic ist, dass die Faszien elastisch gehalten werden. Die Pferde werden mit gleichmäßiger Dynamik, Spannung und Dehnung gearbeitet, da haben starre Faszien keine Chance, sie müssen sich bewegen (Muskelkontraktion und – Dehnung).

 

Somit ist solch ein Training wertvoll für die Gesunderhaltung.

 


 

Motivation

 

In meinem Reitunterricht sehe ich immer wieder, dass ein „Motivationsproblem“ bei Pferd und/ oder Reiter vorliegt.

 

Was ist Motivation?

 

Movere (lat.) oder move (eng.) bedeutet: „sich bewegen“

 

Laut verschiedene Definitionen sind Motivationen:

 

  • Beweggründe, die zur Handlungsbereitschaft führen

  • Summe der Antriebskraft (bewusst und unbewusst) für Alles was ein Lebewesen anstrebt oder auch meidet

 Ok. Was beeinflusst die (so oft schwindende) Motivation?

MERKE: Motivationskonflikte entstehen oder verstärken sich durch Frustration

 

(frustra (lat.) = vergeblich, also wenn ich etwas vergeblich (ohne Erfolg) versuche, steigt die Frustration und damit sinkt die Motivation (vereinfacht dargestellt)

 

Also können typische Motivationsräuber sein:

  • Fehlen eines Ziels
  • Negative Erfahrung & Kritik/ Bestrafung

  • Misserfolg

  • Versagensängste

  • Innerer Schweinehund/ Probleme beim Aufraffen

So viel zum „ersten Weg der Erkenntnis“

 

Nun die Frage: wie kann ich es beeinflussen für mich und mein Pferd?

 

WIE motiviere ich mich und /oder mein Pferd?

 

Also, paar Vorschläge (es gibt natürlich noch viel mehr Möglichkeiten):

 

  • Steckt euch (kleine) Ziele, die erreichbar sind. Ein erreichtes Ziel, das fühlt sich gut an. Das sich „gut anfühlen“, zeigt es eurem Pferd! Dein Pferd muss(!) es auch fühlen, dass Etwas richtig war, dass ihr euch freut. Also: L O B E N !!

  • Wandle Kritik um in "vorhandenes Optimierungspotential", denke positiver darüber, du kannst noch etwas lernen. Gehe andere Wege, verlasse deinen Standpunkt des Blickes. Funktioniert bei Pferden ebenfalls, wende eine andere Strategie/ Weg an

  • Aus den erreichten kleineren Zielen, verringerst du das Risiko des Misserfolges und wandelst es in Erfolg um

  • Aus dem vorher erwähnten werden die Versagensängste kleiner, stattdessen gewinnst du und dein Pferd an Sicherheit

  • Der Schweinehund, ja, er ist manchmal mächtig. Mache dir einen Plan, einen Trainingsplan, nutze Kontinuität (am Anfang schwer, ja,  aber: nach einer Zeit brauchst du und die Pferd auch die Kontinuität. Das kennt jeder, der schon mal über eine längere Zeit täglich gejoggt ist, man braucht es irgendwann, sonst fehlt was am Tag, der Schweinehund hat keine Chance mehr)